Der Sommer 2018 hat uns deutschlandweit mit reichlich Sonnenstunden verwöhnt. Jetzt werden die Tage wieder kürzer und kühler. Dennoch ist noch ausreichend Zeit, um ein Sonnenbad zu genießen und die sollte genutzt werden. Denn das Sonnenlicht fördert auch die Zahngesundheit.

Forscher stellten fest: weniger Sonne, mehr Karies

Die Auswertung zahlreicher Studien hat ergeben, dass Menschen weniger unter Karies und Zahnverlust leiden, wenn sie in einer sonnenreichen Region leben. In den dreißiger Jahren fand ein Forscherteam heraus, dass die Zähne junger Männer aus dem sonnenverwöhnten Westen der USA um die Hälfte weniger Karies aufwiesen als die derjenigen aus dem sonnenärmeren Nordosten der USA.

Was bewirkt das Sonnenlicht?

Nur durch die im Sonnenlicht enthaltende UV-B-Strahlung kann Vitamin D in unserem Körper gebildet werden. Vitamin D ist deshalb für einen ausgewogenen Kalziumspiegel im Blut, starke Knochen und gesunde Zähne unerlässlich. Ein Teil kann auch über Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden, doch diese können das natürliche Sonnenlicht nicht ersetzen. Bis auf Fisch enthalten die meisten Lebensmittel nur relativ geringe Mengen Vitamin D. Schon vor Jahren konnte nachgewiesen werden, dass Vitamin D auch den Zahnschmelz stärkt. Sowohl Kinder- als auch Erwachsenenzähne sind besser vor Karies geschützt, wenn viel UV-B-Licht aufgenommen und in Vitamin D umgewandelt wird.

Zudem wird das Immunsystem gestärkt und es kann schädliche Bakterien besser abwehren. Dazu gehören auch Karieserreger.

Die Vitamin-Kur gibt es gratis

Spaziergänge im Sonnenlicht, eine Tasse Kaffee auf der Terrasse oder dem Balkon sind glücklicherweise weder lästig noch kosten sie Geld. Selbst im Schatten oder bei bedecktem Himmel bekommen wir bei einem einstündigen Aufenthalt im Freien genug UV-B-Strahlung ab, um die körpereigene Vitamin-D-Produktion in Schwung zu bringen. Deshalb ist es gerade auch im Winter wichtig, raus an die frische Luft zu gehen und das Tageslicht zu nutzen. Wer sich in der dunklen Jahreszeit vor einem Vitamin-D-Mangel schützen möchte, kann den Hausarzt nach geeigneten Vitaminpräparaten fragen.

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