Zum Glück weiß man heutzutage sehr genau, wie ein Loch im Zahn entsteht. Die Patienten sind in der Regel aufgeklärt und Vorsorgetermine beim Zahnarzt bewirken, dass Neuerkrankungen seit Jahren rückläufig sind. Bei Kindern konnte ein Rückgang der Karies von 1997 bis heute sogar um rund 60 Prozent beobachtet werden. Zwölfjährige haben mittlerweile zu 70 Prozent gesunde Zähne. Ein toller Erfolg. Schauen Sie sich Ihre Zähne oder die Ihrer Eltern an, wer hat schon keine einzige Füllung im Zahn?

Süße Zwischenmahlzeiten sind gefährlicher als ein Nachtisch

Bei der Zuckeraufnahme organisieren sich Bakterien im Mund zu fest auf den Zähnen haftenden Belägen. Sie errichten darauf ihren eigenen Lebensraum, den Biofilm. Bestimmte Mikroorganismen darin „verdauen" Zucker und scheiden nach einer gewissen Zeit Säuren aus. Speichel verhindert die sofortige Zahnzerstörung. Diese natürliche Abwehr reicht bei süßen Zwischensnacks aber nicht mehr aus. Säuren zerstören in immer stärker werdenden Attacken die Zahnhartsubstanz, so dass mit der Zeit Karies entsteht. Dabei ist es nicht wichtig, wie viel Zucker Sie konsumieren, sondern wie häufig. Deswegen sind Zwischenmahlzeiten viel gefährlicher als der Nachtisch.

Die meisten Zuckerimpulse werden durch unsere Trinkgewohnheiten verursacht. Säfte, Limonaden und Cola reichen auch in kleinen Schlückchen für die allmähliche Zahnzerstörung aus. Bereits ein Lutschbonbon gibt der Bakterienwelt im Biofilm Energie, die in etwa einer halben Stunde zu einer Säureattacke führt. Deshalb ist es ganz wichtig: Gestalten Sie die Ernährung zwischen den Hauptmahlzeiten zahnfreundlich!

Flurorid härtet und schützt Zähne

Fluorid (Spurenelement) kann Karies reduzieren. Deshalb sollten Sie auf Fluorid in Zahnpasten achten und Mahlzeiten mit fluoridiertem Speisesalz würzen. Dabei schützt Fluorid nicht nur den Zahn und macht ihn „härter“, sondern kann sogar sehr kleine Löcher reparieren. Ihr Zahnarzt nutzt die Wirkung des Fluorids als zusätzliche Maßnahme.

5 Tipps für gesunde Zähne:

  • Pflegen Sie Ihre Zähne konsequent ein Leben lang, angefangen beim 1. Milchzahn.
  • Reduzieren Sie kohlenhydrat- und zuckerhaltige Nahrungsmittel und Getränke auf wenige Impulse am Tag. Denn nicht die Menge, sondern die Häufigkeit der Zuckernahrung fördert Karies.
  • Achten Sie auf die häusliche Zahnhärtung mit fluoridierter Zahnpasta und mit fluoridiertem Speisesalz.
  • Führen Sie bei Ihrem Zahnarzt regelmäßig eine professionelle Zahnreinigung mit anschließender Intensivfluoridierung durch, um den Lebensraum der Bakterien zu verringern.
  • Gehen Sie regelmäßig (alle 6 Monate) zur zahnärztlichen Kontrolle und lassen Sie, falls nötig, Zahnbehandlungen frühzeitig durchführen.

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